Zwischen Staub und Licht  - Die Wege eines schreibenden Pilgers

Zwischen Staub und Licht 

Die Wege eines schreibenden Pilgers

Es beginnt immer mit einem Weg.
Manchmal ist er gepflastert, manchmal staubig, manchmal kaum mehr als eine Spur im Licht.
Doch für Bernd Koldewey ist jeder Weg eine Einladung –
eine Tür in die Welt und zugleich ein Tor nach innen.

Geboren im Ruhrgebiet, geprägt von der rauen Herzlichkeit des Nordens,
trägt er seit jeher eine Sehnsucht in sich, die nach Süden zeigt.
Dorthin, wo das Licht anders fällt,
wo Olivenzweige Schatten werfen wie alte Geschichten,
wo die Sierra im Abendrot glüht,
und ein Dorf namens Quesada zu einer zweiten Heimat wurde.

Zwischen diesen beiden Polen –
dem ehrlichen Grau des Ruhrgebiets und dem warmen Ocker Andalusiens –
entfaltet sich seine Stimme als Autor.
Eine Stimme, die nicht laut sein muss,
weil sie aus Erfahrung spricht.
Aus Schritten.
Aus Staub.
Aus Begegnungen.

Bernd Koldewey ist ein Pilger, der schreibt –
und ein Schriftsteller, der pilgert.

Seine Bücher entstehen nicht am Schreibtisch allein,
sondern auf Wegen, die er mit dem ganzen Körper geht:
3000 Kilometer über den Jakobsweg,
durch das Münsterland, über den Friedensweg,
bis an die Orte, an denen Geschichten nicht erfunden,
sondern gefunden werden.

Er sammelt sie wie Muscheln am Strand:
die leisen, die übersehenen, die menschlichen.
Er hebt sie auf, dreht sie im Licht,
und verwandelt sie in Worte,
die Leserinnen und Leser nicht nur begleiten,
sondern berühren.

In seinen Kinderbüchern leuchtet dieselbe Wärme –
nur heller, spielerischer, mit der Zärtlichkeit eines Menschen,
der weiß, dass die Welt für Kinder ein Garten voller Wunder ist.
Und in seinen poetischen Texten schimmert die alte Wahrheit:
Dass jeder Mensch eine Geschichte trägt,
und jeder Weg ein Versprechen ist.

So entsteht seine Autorenmarke:
Ein Erzähler zwischen Welten.
Ein Pilger des Lichts.
Ein Sammler von Wegen, Wundern und Worten.

Wer Bernd Koldewey liest,
betritt nicht einfach ein Buch.
Er betritt einen Pfad –
und findet unterwegs ein Stück von sich selbst.

Der Autor Bernd Koldewey am sogenannten Ende der Welt in Finisterre.

Der Autor Bernd Koldewey am sogenannten Ende der Welt in Finisterre.

Fernweh

In die Ferne will ich schweifen

und dabei den Horizont berühren.

Mythos

Schon seit Urzeiten pilgern

Menschen zu ihren

Märtyrern und Heiligtümern.

Kult

In ganz Europa interessieren sich immer mehr Menschen für den Jakobsweg.