
Von Bernd Koldewey
Quesada, Quesada, ich bin zurückgekommen, du hast mich verzaubert und ich werde für immer bei dir sein. Das wäre eine großartige Idee: So könnte man ein Lied für eine wunderschöne Frau komponieren! Aber Quesada ist der Name eines malerischen Bergdorfes in Andalusien, das ich liebe und das mich wegen seiner beeindruckenden Schönheit und seinem Charme fasziniert.
Die Rückkehr nach Quesada
Sechs unglaubliche Monate in Deutschland liegen hinter mir und ich bin endlich wieder zurück! Ich kann Quesada, die Sonne, den strahlend blauen Himmel, die herzlichen Menschen und die bezaubernde, grüne Umgebung wieder in vollen Zügen genießen. Es ist die Geschichte eines in die Jahre gekommenen Mannes, der sein einst geliebtes Heimatland Deutschland verlässt. Meine Bemühungen, in Deutschland Fuß zu fassen, scheiterten, doch das kleine Bergstädtchen tief im andalusischen Herzen war schon längst in meinen Erinnerungen verwurzelt. Die Sonne in Quesada küsst die weißen Fassaden, als wollte sie mir ein Geheimnis zuflüstern. „Komm zurück, Bernardo, du gehörst hierhin.“
2150 Kilometer habe ich zurückgelegt – eine Reise durch Landschaften, Gedanken und Erinnerungen. Als ich die ersten weißen Fassaden von Quesada erblickte, wusste ich sofort: "Ich bin nicht nur angekommen. Ich bin auch heimgekehrt." Endlich war es so weit, Viktoria, eine Freundin, die schon seit einigen Jahren in Quesada lebt, hat mich mit offenen Armen empfangen und mich fest in den Armen geschlossen. Sie war so glücklich, dass ich die lange Fahrt gut überstanden hatte. Sie war es auch, die mir in Quesada dieses unglaubliche Apartment besorgt hat! Sie hat sich selbst übertroffen, um für mich ein wunderschönes Apartment mit zwei Gästezimmern und Balkon und voller möblierter Ausstattung zu finden. Ich bin wirklich begeistert von ihr und ihrem Einsatz! Sie ist eine absolute Inspiration und ihr Engagement ist einfach unübertrefflich. Das grandiose Apartment mit Balkon liegt etwas oberhalb des lebhaften Zentrums von Quesada und in unmittelbarer Nähe befindet sich das historische Viertel "Barrio del Magdalena". Hier habe ich sie – die atemberaubende Aussicht auf die Bergwelt des Naturparks Cazorla, Segura y Las Villas in der Region Jaén, umgeben von den endlosen Weiten der Olivenhainen. Ein grandioser Anblick!
Fantastisch, schon 14 Tage sind vergangen! Ich habe mich so gut eingelebt und fühle mich richtig wohl. Es dauert zwar noch ein bisschen, aber ich bin schon jetzt absolut begeistert! Jeden Morgen und am Abend genieße ich meinen Balkon, den ich schon mit einigen wunderschönen Pflanzen dekoriert habe. Von hier aus kann ich am aufregenden Leben der Bewohner teilnehmen. Auf dem Balkon gegenüber, auf der anderen Straßenseite, winken mir zwei kleine Mädchen zu. Dort lebt eine junge Familie. Die Mädchen sind Zwillinge und kaum zu unterscheiden. Die liebevolle Mutter hatte die grandiose Idee, den beiden Zöpfe zu flechten. Eines hat zwei Zöpfe, das andere einen, so kann sie die beiden süßen Mädchen auseinanderhalten.
Es ist schlichtweg faszinierend: Gegen 21:30 Uhr, in der Abenddämmerung, fliegen Mauersegler, Schwalben und Fledermäuse aus, um Nahrung zu suchen. Im tiefen Anflug gleiten sie durch die engen Gassen – ein atemberaubender Anblick! Die zarten schwarzen Geschöpfe sind Schwalben. Im Spanischen werden sie "La Golondrina" genannt. Sie sind wahre Flugakrobaten und Boten zwischen Himmel und Erde. Sie suchen die Nähe zum Menschen und kommunizieren nicht mit Worten, sondern mit Bewegungen, Lichtreflexen und Windstößen, dazu ihr himmlischer Gesang. Es ist einfach großartig, das zu beobachten. Ich habe die innere Freiheit und die Sehnsucht, die mich nach Quesada geführt haben, gefunden.
Und als ob das nicht schon aufregend genug wäre, verirrte sich tatsächlich sogar eine Schwalbe in mein offenes Wohnzimmerfenster! Ich hörte ihren Hilferuf und war sofort zur Stelle! Sie flatterte voller Elan gegen das Licht, als wolle sie die Freiheit greifen. Ich nahm sie sanft in meine Hände, ein zitterndes Herz aus Federn, und öffnete ihr das Tor zurück in den blauen Himmel. Für mich war diese Rettung wie ein Spiegelbild meiner eigenen Befreiung, endlich wieder die Freiheit zu erlangen. Die Stimmung am Abend war einfach fantastisch! Der Abend senkt sich wie ein weiches Tuch über die Gassen. Ich sitze still, erfüllt von Dankbarkeit, als hätte mir der Tag ein Gedicht geschenkt." Und auch die Berggipfel leuchteten in einem faszinierenden rötlichen Ton.
Gegen 22 Uhr, wenn die Temperaturen angenehm fallen, holen einige Anwohner ihre Stühle heraus und platzieren sie in den engen Gassen vor ihren Häusern. Sie plaudern munter miteinander, tauschen Geschichten aus und teilen ihre Erlebnisse des Tages – was für eine lebendige Kommunikation! Ein sonnenreicher Tag findet in Andalusien und in Quesada seinen grandiosen Abschluss! Auch in der Nacht, wenn der Himmel mit all seinen Sternen leuchtet und das Sternbild des großen Wagens am Firmament funkelt, genieße ich noch eine Weile die einzigartige Atmosphäre. Solche Ereignisse erfreuen mich. Ja, so beginnt für mich ein neues Abenteuer. Ich versuche, alles so weit wie möglich festzuhalten.
Quesada ist ein lebendiges Dorf
Quesada (675 m ü. d. M.) mit etwas über 5.100 Einwohnern ist ein wunderbarer malerischer Ort in der faszinierenden Bergwelt der Provinz Jaén in unmittelbarer Umgebung des Naturparks Cazorla, Segura y Las Villas. Quesada ist ein lebendiges Dorf, und das ist auch gut so! Hier erlebt man einen einzigartigen Rhythmus, der jeden Tag neu entdeckt werden kann. Ich laufe mehrmals in der Woche zu Fuß ins Zentrum mit seinen schattigen Plätzen und den vielen Bars hinunter. Ich bin dort, um mich wie immer mit den Tapas-Spezialitäten vertraut zu machen und Freunde zu treffen. Der Platz de la Constitución mit dem schönen Rathaus von Quesada ist der Hotspot, an dem sich im Laufe des Tages viele Menschen treffen – hier pulsiert das Leben. Vor Ort gibt es alles: einen Tabakladen, ein Blumengeschäft, die Pizzeria La Tahona, Eisdielen, ein Schreibwarengeschäft und natürlich die Bar Marisol mit ihren leckeren Tapas. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Banken, eine Apotheke und einige Geschäfte, in denen Sie alles finden, was Sie brauchen. Nur ein paar Meter entfernt liegt der Platz de la Coronación, wo Sie die Touristeninformation von Quesada finden. Um den Platz herum gibt es zahlreiche Bars und Restaurants, in denen Sie einkehren können.
Ich empfehle Ihnen die Capri Bar, La Bienal, El Tirol, die Taberna La Abacería und die Bar Avenida Nicol. Im benachbarten Celtic Pub können Sie sich garantiert so richtig amüsieren! Hier ist für jeden etwas dabei, egal ob jung oder junggeblieben. Erleben Sie moderne Musik und leckere Cocktails! Außerdem gibt es die Café Bar La Palmera, die Café Bar Aldara und die La Tasca Bar. Hier gibt es ebenfalls die leckersten Tapas und die besten lokalen Veranstaltungen mit traditioneller Musik und Tanz. Ich will auch noch kurz die Pizzeria "Bocapizza" erwähnen, die ganz in meiner Nähe liegt. Sie befindet sich oberhalb von Quesada im Viertel Barrio de la Magdalena. Hier kann man abends draußen sitzen, Pizza-Spezialitäten genießen und das nächtliche Treiben bewundern. Das sind meine Empfehlungen. Quesada kann man auf viele weitere Arten genießen, und zwar auf richtig gute.
Die Stimmen der Vergangenheit
Seine umfangreiche historische Geschichte ist bemerkenswert. Das malerische kleine Bergstädtchen Quesada liegt in der südlichen Provinz Jaén in der Region Andalusien. Der ursprüngliche historische Teil des Stadtzentrums wurde in der Zeit der Westgoten erbaut. Auch in der Zeit der arabischen Herrschaft war Quesada eine bedeutende Siedlung. In der Bergwelt der Sierra de Quesada befinden sich einige Höhlen, prähistorische Stätten mit Höhlenmalereien. Diese weisen auf eine Besiedlung des 3. Jahrtausend v. Chr. hin. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Region bereits in der Bronzezeit im 2. Jahrtausend v. Chr. eine Blütezeit erlebte. Wenn ich durch das historische Viertel "Barrio del Magdalena" laufe, habe ich das Gefühl, die Schritte der Westgoten unter meinen Füßen zu spüren. Die Mauern erzählen mir Geschichten, denen ich aufmerksam zuhöre.
Guadalquivir, der Fluss, der alles weiß
Ganz in der Nähe befindet sich die Quelle des Flusses Guadalquivir. Der Guadalquivir ist ein Fluss, der in Andalusien einfach jeder kennt. Er ist nicht nur geografisch von Bedeutung, sondern auch historisch und kulturell. Sein Ursprung liegt im wunderschönen Naturpark Cazorla, Segura und Las Villas in Quesada, wo er als kleines Rinnsal entspringt und sich schließlich in den Atlantik ergießt. Der Ursprung des Guadalquivir in Quesada ist ein echtes Naturwunder! Der Fluss entspringt in der Cañada de las Fuentes, fast 1.400 Meter über dem Meeresspiegel, in einer atemberaubenden, grünen Umgebung. Er ist der Anfang eines Flusses, der für die Region von unschätzbarem Wert ist. Historische Bedeutung: Schon in der Antike war der Fluss eine der wichtigsten Handels- und Kulturrouten! Er war bekannt als Betis bei den Römern und Wadi al-Kabir bei den Muslimen. Und er prägte Städte wie Córdoba und Sevilla, die als Ausgangspunkt für aufregende Entdeckungsfahrten dienten. Er mündet bei Sanlúcar de Barrameda in den Golf von Cádiz. Der Guadalquivir ist eine echte Inspiration für Dichter wie Góngora, Lorca und Machado! Er ist ein lebendiger Teil der andalusischen Seele, und seine Geschichten und Legenden sind besonders in der Nähe von Triana spürbar. Mit einer Länge von 657 Kilometern bewässert er nicht nur landwirtschaftliche Flächen, er versorgt auch Dörfer mit Wasser und ist der einzige schiffbare Fluss Spaniens, der bis nach Sevilla führt. Das macht ihn zu einem unglaublichen wirtschaftlichen und touristischen Motor!
Blick vom Balkon - Bergwelt der Sierra de Quesada
Spaziergang durch Quesada und das Barrio del Magdalena
Das typische andalusische Bergdorf mit seinen weißen Fassaden und engen, blumengeschmückten Gassen, eingehüllt mit den weitläufigen Olivenplantagen, bietet eine Landschaftliche Kulisse, die das Herz erwärmt. Man kann sich hier nur wohlfühlen. Die Einwohner werden als quesadenses oder quesadeños bezeichnet. Jeden Tag bin ich zu Fuß unterwegs und erkunde die Umgebung und natürlich auch die vielen Sehenswürdigkeiten die Quesada zu bieten hat. Darüber hinaus hat Quesada noch einiges mehr zu bieten. Ein Bummel durch den alten, historischen Stadtkern mit seinen blumengeschmückten Gassen ist bestimmt ein Highlight der Stadtbesichtigung und darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Ich bin überwältigt von dem Engagement der Bürger und Anwohner, die sich um den Erhalt der Pflanzen und Blumen kümmern. Das Heiligtum der Jungfrau von Tiscar sowie die Cueva del Agua de Tíscar (ein Naturschutzgebiet seit 2019) sind weitere Attraktionen in Quesada. Auch mit der spanischen Stadt Villajoyosa in der Provinz Alicante (Valencia) besteht seit 2018 eine Städtepartnerschaft. Eine Anlaufstelle für Reisende, die mehr über Quesada und seine Umgebung, wie über den Naturpark Cazorla, Segura und Las Villas und seine Gebirgsregion sowie die Provinz Jaén erfahren möchten, ist im Fremdenverkehrsbüro an der Plaza de la Constitución gut aufgehoben.
Traditionelle Bräuche
In Quesada gibt es mehrere lokale traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten, die das Leben der Gemeinschaft bereichern. Hier sind ein paar von Ihnen: Semana Santa (Karwoche): Quesada feiert wie viele andere spanische Städte und Dörfer die Semana Santa, die durch Prozessionen, religiöse Feiern und traditionelle Veranstaltungen gekennzeichnet ist. Die Karwoche ist eine Zeit der Andacht und man freut sich auf die Gemeinschaft des Miteinander. Fiesta de San Juan: Die Fiesta de San Juan, die dem Heiligen Johannes gewidmet ist, wird am 24. Juni in Quesada gefeiert. Eine heitere Feier mit Feuerwerk, Tanz und Musik. Die Menschen springen üblicherweise über Lagerfeuer, um sich von negativen Energien zu reinigen. Fiesta de la Virgen de Tiscar: Bei diesem Fest wird die Jungfrau von Tiscar, die Schutzpatronin der Stadt Quesada, geehrt. Am 1. Sonntag im September finden die Wallfahrten, Prozessionen, Musik, Tanz und kulinarische Freuden statt. Fiesta de la Candelaria: Am 2. Februar finden die Feierlichkeiten der Fiesta de la Candelaria statt. An diesem Tag zünden die Menschen Kerzen an und huldigen der Reinheit der Jungfrau Maria. Fiesta de San Sebastián: Die Feierlichkeiten des Heiligen Sebastians finden jedes Jahr am 20. Januar statt. Es handelt sich um eine traditionelle Feier mit Prozessionen und feierlichen Veranstaltungen. Diese Feste sind eine großartige Gelegenheit, die lokale Kultur und Gemeinschaft in Quesada zu erleben.
Sehenswürdigkeiten in Quesada
Historische Bauwerke wie die Kirche San Pedro y San Pablo, Stadttore, die Stadtmauern, die Einsiedelei San Sebastian sowie das Museum Zabaleta und dem Museum Miguel Hernández-Josefina Manresa, das sich im selben Gebäude befindet, sind die kulturellen Highlights.
Iglesia de San Pedro y San Pablo
Die Kirche St. Peter und Paul erinnert an die Eroberung von Quesada, die am 29. Juni 1310, dem Festtag dieser beiden Apostel, stattfand. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist auf den Überresten einer alten Moschee erbaut. Der Grundriss der Kirche mit lateinischem Kreuz mit drei Schiffen hebt das ovale Querhausgewölbe und die Kapelle im gotischen Stil unter dem Turm besonders hervor. Im Inneren der Kirche sind neoklassizistische Aspekte zu sehen, die die Stilepoche des Spätbarocks repräsentieren. Außen ist eine Gedenkstätte der Jungfrau von Tíscar.
Arco de la Manquita de Utera - Bogen der Manquita de Utera
Es ist eines der von der früheren Quesada-Festung erhaltenen Stadttore. Es wird davon ausgegangen, dass es keine muslimische Herkunft hat und dass es bei der Errichtung eine städtische Funktion gehabt haben muss, die den Ein- und Ausgang für die Bewohner der befestigten Anlage möglicherweise vereinfachte. Daher kann man ihn auf das 16. bis 17. Jahrhundert datieren.
Arco de los Santos - Bogen der Heiligen
Im 14. Jahrhundert wurde dieser gotische Bogen als Stadttor (später Galgentor genannt) der alten, ummauerten Stadtbefestigung errichtet. Ein Spitzbogen mit einem keilförmigen Stein (Voussoirs), ein erster Stein (Salmer) eines Gewölbebogens und ein hölzerner Pfosten im Mauerwerk sind die Elemente des vorderen Teils. Die Rückseite des halbrunden Bogens schmückt ein Gemälde des Heiligen Antlitzes von Jaén. Außerdem befindet sich dort eine römische Grabstele, die der Priesterin Caia Rufina aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. geweiht ist und ein Denkmal für einen Verstorbenen darstellt. „Caia Rufina, eine Priesterin, widmete dieses Epitaph ihrem Sohn Caio Rufino“, so heißt es in der Aufschrift: Er starb im Alter von 21 Jahren. Hier ist er begraben. „Lass die Erde Licht sein.“ Seit 1985 ist es ein Kulturgut.
Mauern des Alcázar de Quesada
Teile der alten Stadtbefestigung von Quesada aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind noch in den Straßen El Cinto, Alcázar, Alcaldía, Paseo de Santa María, Mirador de Camilo José Cela und Plaza de la Lonja erhalten. Es gibt einen rechteckigen Turm, dessen Ecken mit Seilen und Kreidemauerwerk geschützt sind. Die poetische Ecke in der Straße Barrio de la Plaza de la Iglesia wurde mit Motiven von Hernán Pérez de Quesada und Rafael Zabaleta geschmückt.
Einsiedelei San Sebastián
Eine kleine Wanderung zur kleinen Kapelle in den Bergen, versteckt in den Olivenhainen. Diese kleine Einsiedelei stammt aus den 40er Jahren des 20.Jahrhunderts und ist einfach gebaut. Ein halbkreisförmiger Bogen ermöglicht seinen Zugang, und als Krönung des gesamten Komplexes befindet sich ein Glockenturmkörper mit Kreuz. Sie widmet sich dem Schutzpatron der Stadt Quesada, der ihr den Namen gegeben hat. San Sebastian ist Quesadas Schutzheiliger.
Museum Zabaleta - Miguel Hernández
Das Museum widmet sich dem Maler Rafael Zabaleta der in der Stadt Quesada 1907 geboren wurde. Am 1. Dezember 2008 wurde das neue Hauptquartier, das 1963 gegründet wurde, eingeweiht. Es umfasst 1227 Arbeiten. Um ihm posthum Tribut zu zollen, enthält es 114 Ölgemälde, 11 Aquarelle und 500 Zeichnungen von Zabaleta. Darüber hinaus enthält es persönliche Gegenstände des Malers und Werke großer Meister des 20. Jahrhunderts wie Miró, Picasso, Tapies, Canogar oder Miralles.
Im Erdgeschoss des Museums von Zabaleta befindet sich das am 28. März 2015 eingeweihte Museum Miguel Hernández – Josefina Manresa. Es sammelt einen Großteil des Vermächtnisses des Dichters Miguel Hernández. Es reagiert auf einen chronologischen Diskurs, der das Werk und Leben des Dichters und seiner Frau Josefina Manresa in sechs Ausstellungsräumen behandelt. Das Museum bemüht sich, Miguel Hernández‘ poetische Sensibilität und seine Lebensbotschaften in ihrer Tiefe zu vermitteln. Ein Schatz spanischer Literatur: Der enorme kulturelle Wert seines Werkes, seine soziale Dimension und Solidarität sowie ein persönliches Verhalten, das auf Einfachheit, ständiger persönlicher Anstrengung und Autodidaktik basiert. Literatur wird verwendet, um ein positives Lebensgefühl zu schaffen, um soziales Engagement und Solidarität zu fördern, die Menschenrechte zu verteidigen und den persönlichen Einsatz sowie das Selbstwertgefühl zu fördern. Informationen und Öffnungszeiten über das Museum unter: http://museozabaleta.blogspot.com.
Cruz del Humilladero und das Mirador de los Poetas
Am Ortsausgang von Quesada, etwas oberhalb des Ortes, befindet sich das Kreuz des Humilladero. Es liegt an der Straße, die in Richtung Tíscar (A-6206) führt. Das aus Schmiedeeisen gefertigte Kreuz steht auf einem abgestuften, quadratischen Steinsockel sowie auf einer Säule. In einer Grünanlage gleich daneben befindet sich der Mirador de los Poetas (Balkon der Dichter) mit fantastischer Aussicht auf die Bergwelt von Quesada. Auf einem Gedenkstein wird der spanische Dichter Antonio Machado gewürdigt und eines seiner Gedichte zitiert. Mit seinen schönen Versen entführt uns Machado in die emotionale Landschaft Spaniens. Das Gedicht spiegelt die Schönheit und Leidenschaft des Lebens in der Natur wider. Der Mond, die Olivenbäume und die Fruchtbarkeit der Landschaft sind mit menschlichen Gefühlen verflochten. So beschreibt Antonio Machado seine Eindrücke von Quesada.
In meinem Buch "Quesada – Auf den Spuren von Don Quijote", das im Dezember 2024 veröffentlicht wurde, habe ich mich bemüht, einige Informationen über Quesada und seine Umgebung mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten zusammenzutragen. In meinem nächsten Buch über Quesada möchte ich gerne mehr über mein Leben als deutscher Aussteiger und Neuankömmling schreiben.

Blick auf Quesada
Die Seele von Quesada
Es ist eine Suche nach Selbsterkenntnis, ein ewiges Auf und Ab. Ich bezeichne mich als Autodidakt. Ich bin ein Mensch, der seine Gefühle und Erfahrungen einsetzt, um bestimmte Erkenntnisse über sich selbst zu gewinnen. Ich tauche ein, entdecke mich und lerne, mich neu zu orientieren. Für mich beginnt als Aussteiger ein neuer Lebensabschnitt. Es ist eine Herausforderung, die mich eventuell an die Grenzen meines Bewusstseins führen wird. Dennoch wage ich dieses einzigartige Abenteuer.
Was habe ich zu verlieren? Nichts, denn ich kann nur dazulernen und gewinnen. Ein Zurück gibt es nicht, denn Quesada ist meine neue Heimat geworden. Dass mich das malerische Dorf und seine Bewohner in ihren Bann gezogen haben, bestärkt mich absolut. In der Zwischenzeit habe ich einige Menschen kennengelernt, die mir zur Seite stehen. Sie sind anders als die Menschen in Deutschland, die sich nicht unbedingt für kulturelles Geschehen interessieren. Es ist ein Privileg und eine Gnade für mich als Schriftsteller, darüber schreiben zu können. Als freischaffender Künstler habe ich nicht nur die ausreichende Zeit, um über meine Erlebnisse als Aussteiger und Neuankömmling zu schreiben, sondern es ist für mich zu einem Lebenselixier geworden.
Die Einwohner von Quesada tragen auf ihre ganz eigene Weise zur Atmosphäre dieses Ortes bei. Sie sind es, die eine Dorfgemeinschaft bilden. Ich hatte bereits das Privileg, einige Menschen kennenzulernen, die hier leben und ebenfalls zugereist sind. Jeder einzelne Bewohner leistet auf seine Weise einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Ich denke, man kann sagen, dass sie Neuankömmlingen stets freundlich und aufgeschlossen begegnen. Es ist nicht ersichtlich, dass hier eine Ausgrenzung stattfindet. Quesada genießt einen ausgezeichneten Ruf für seine kulturelle Vielfalt und Toleranz, was ein wichtiger Aspekt für das Zusammenleben in der Stadt bedeutet.
Sollten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, jemals nach Quesada kommen – ich kann es nur empfehlen –, dann fragen Sie nach "Bernardo de Alemania". So nennen mich inzwischen die Bewohner und meine Freunde. Gerne zeige ich Ihnen dann den wunderbaren und malerischen Ort Quesada, der wie eine versteckte Perle in der Bergwelt des Naturparks „Cazorla, Segura y Las Villas“ liegt.
Für mich ist Quesada auch ein Ort der Erinnerungen. Hier kann ich mich sowohl mit meiner Vergangenheit als Aussteiger als auch mit meiner Zukunft als Neuankömmling auseinandersetzen. Das Leben hier ist vielfältig. Jeden Tag gibt es bewegende Momente, die mich im positiven Sinn beschäftigen. Ich stelle Vergleiche an und lasse alles geschehen, so wie es kommt. Die Seele von Quesada sind seine Bewohner, meine Freunde, die bei mir sind. Ich vertraue ihnen, denn sie sind gute Menschen. Für mich ist es eine Art Befreiung und Neuanfang. Ich bin davon überzeugt, dass man sich, wenn man sich auf dieses Abenteuer einlässt, an das Leben in Quesada anpassen muss.
Das malerische kleine Bergstädtchen Quesada liegt in der südlichen Provinz Jaén in Andalusien.
Erleben Sie andalusische Nächte in Quesada!
Andalusische Nächte und Feste: Besonders im August finden lebhafte Feste mit Musik, Tanz und nächtlichen Himmelsbeobachtungen statt, die Freude und positive Energie in die Gemeinschaft bringen. Die Nächte im andalusischen Quesada sind lang. Im August, wenn die Sommerferienzeit in vollem Gange ist, werden in vielen Orten im Dorf Quesada zahlreiche Feste und Veranstaltungen stattfinden. Ich weiß, dass es der Monat der langen andalusischen Nächte ist.

Die Bewohner und Gäste von Quesada haben derzeit sichtlich Spaß an den Ferien. Diese Events sprechen Menschen jeden Alters an. Die Feiernden tanzen, singen und lachen bis in die frühen Morgenstunden, und das ist auch gut so! Selbst die Sterne und Planeten, wie Venus und Merkur, scheinen am nächtlichen Himmel zu tanzen. Selbst Zeus, der oberste olympische Gott, hat sich dazu entschieden, nicht auf dem Olymp, sondern über der Bergkulisse der Sierra Quesada zu thronen. Gegen 1 Uhr geht der Mond im Osten über die Berge auf. Dann beginnt die Nacht der Nächte. Gegen 5 Uhr können Sie an derselben Stelle in den Nachthimmel blicken, wo sich die Planeten Venus und Merkur zeigen werden. Es besteht absolut keine Frage, dass es sich bei diesem Phänomen um eine Begegnung handelt, die mit einem hellen Leuchten in der Nacht verbunden ist. Die Symbolik der beiden Gestirne Merkur und Venus ist wirklich faszinierend! Sie stehen für eine gute Beziehung, aufregende Begegnungen und natürlich für die Liebe, die Venus verkörpert.
Es ist eine Tatsache, dass bei dieser seltenen Konstellation des aufeinander Treffens positive Energien freigesetzt werden. Es gibt Menschen, die berichten, dass sie Engelsgesänge hören und wunderschöne Stimmen übernatürlicher Wesen vernehmen. In jedem Fall wird die Stimme jedes Herzens bei dieser Konstellation wach und bringt nur Positives mit sich. Für mich ist klar: Das ist in Quesada der Fall. Die Menschen sind außer sich vor Freude. Sie tanzen und singen ausgelassen und haben sichtlich Spaß an den Veranstaltungen.
Das nachfolgende Dokument präsentiert eine poetische und eine musikalische Darstellung von Quesada. Sie beschreibt die Heimat und Quelle von Licht, Frieden und Zugehörigkeit. Es umfasst ein Gedicht und eine Flamenco-Ballade. Darin wird die Schönheit des Dorfes, seine weißen Gassen, die Natur, das Gemeinschaftsleben und die Rückkehr des Erzählers in diese vertraute Umgebung gefeiert.
„Quesada, mein Gedicht aus Licht“
In weißen Gassen flüstert der Wind, „Bernardo, du bist, wo du gehörst, geschwind.“
Die Sonne küsst Mauern, der Olivenhain lacht, Ein Herz kehrt heim – nach langer Nacht.
Viktoria, Freundin mit hellem Sinn, öffnet die Tür, lässt Neues erblühen.
Ein Balkon mit Blick auf Berg und Tal, wo Schwalben tanzen im Abendstrahl.
Zwei Mädchen winken, Zöpfe im Haar, die Zeit steht still – so wunderbar.
Die Schwalbe verirrt sich, sucht das Licht, du hältst sie sanft – ein zitterndes Gedicht.
Die Nächte singen mit Sternen im Chor, Venus und Merkur tanzen empor.
Die Dorfbewohner lachen, erzählen, lassen die Seele in Freiheit wählen.
Quesada, du bist kein Ort allein, du bist Erinnerung, Zukunft und Heim.
Ein Dorf, das lebt, das träumt, das gibt, wo jeder Fremde willkommen ist und liebt.
„Quesada – Lied meiner Seele“
Flamenco-Ballade: Mit Gitarrenakkorden (Am, G, F, E) und rhythmischem Klatschen.
Strophe 1
Ich kam zurück nach Süden, wo die Sonne mich versteht, wo Olivenbäume flüstern, wie der Wind durchs Leben weht. 1336 Meilen, Gedanken schwer wie Stein, doch Quesada ruft: „Bernardo, du sollst hier wieder sein.“
Refrain
Quesada, mein Gedicht aus Licht, du schenkst mir Frieden, du schenkst mir Sicht. Zwischen weißen Mauern, Himmel so weit – du bist mein Anfang, mein Herz, mein Kleid.
Strophe 2
Zwei Mädchen winken, lachen hell, die Schwalbe tanzt im Abendquell. Ein zitterndes Herz in meiner Hand, ich öffne das Fenster – zurück ins Land.
Refrain
Quesada, mein Gedicht aus Licht, du schenkst mir Frieden, du schenkst mir Sicht. Zwischen weißen Mauern, Himmel so weit – du bist mein Anfang, mein Herz, mein Kleid.
Bridge (Brücke)
Wenn Venus und Merkur über Gipfel ziehn, und die Dorfbewohner draußen Geschichten erzählen, dann weiß ich: Hier bin ich frei und ganz, in deinem Rhythmus, in deinem Tanz.
Strophe 3
Die Nächte singen, das Dorf erwacht, die Feste tanzen bis tief in die Nacht. Und selbst der Mond, so stolz und klar, grüßt mich aus Quesadas Sternenschar.
Finaler Refrain
Quesada, mein Gedicht aus Licht, du schenkst mir Frieden, du schenkst mir Sicht. Du bist mein Zuhause, mein neues Sein – Quesada, mein Lied, mein Leben, mein Heim.

Via-Jakobsweg ▪ Bücher ▪ Videos ▪ Kontakt ▪ Datenschutz ▪ Impressum ▪ Autor ▪ Sitemap
